Unsere Geschichte kennt keine namenlosen Helden...

... nur wir kennen alle ihre Namen noch nicht und werden sie auch nie alle erfahren: aber wir dürfen nicht auf die weitere Suche verzichten...: dieses Projekt soll eben auch mit Hilfe der Presse, der öffentlichen Institutionen, sowohl des Internets dazu helfen, die Liste der Namen der mutigen Deutschen zu ergänzen, die im Deutschland und vor allem in Berlin, den Tschechen währende des Krieges halfen; zum Resultat und zur Schlussfolge unser Forschung wird ein Seminar und Kolloquium geplant, mit einer anschließenden Publikation verbunden, über die weiteren, durch dieses Projekt ermittelten Schicksale der bisher anonymen Helden, unter dem Motto der weiteren Suche, die nie zum Ende kommen darf: Unsere Geschichte kennt keine namenlosen Helden...

Bei dem Justizobersekretär Felix Haserick ist es uns gelungen, seine Identität zu enthüllen. Er nutzte seine Stellung, um 1941-1943 vielen tschechischen Widerstandskämpfern - Gefangenen des Volksgerichtshofs im Berliner Alt-Moabit - zu helfen. Bis 1943 lebte er in Charlottenburg, wurde dann von den Nazis festgenommen, gefoltert, am 11. März 1943 zum Tode verurteilt und am 30. Mai 1944 dann im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet... Sein Name und die Namen, die wir noch durch dieses Projekt erfahren werden, sollen für immer zum Symbol der namenlosen mutigen Deutschen werden, die dafür kämpften, den Lauf der Geschichte zu ändern. Sie dürfen nie vergessen werden... auch Felix Haserick hätte ein Held ohne Namen bleiben können...

Ein Monument, aus dem Granitsteinbruch in Mrákotín, aus der natürlichen Grenze zwischen Böhmen und Mähren und für das tschechische Volk von symbolischer Bedeutung, wurde im Rahmen des Stiftungsprojektes Unsere Geschichte kennt keine namenlosen Helden, welches unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf Monika Thiemen und Pavel Bém, des Oberbürgermeisters von Prag , realisiert wurde, als Geschenk des Tschechischen Volkes und der Stadt Prag an das Deutsche Volk und die Partnerstadt Berlin am 25. Oktober 2007 auf dem „Prager Platz“ in Berlin-Wilmersdorf feierlich enthüllt.

Am Granitdenkmal in Berlin, auch den noch „namenlosen Helden“ gewidmet, sind die Worte von Rainer Maria Rilke eingraviert, aus seiner Neunten Duineser Elegie, auch voll von magischer Herausforderung für die gemeinsame Zukunft Europas, die das monumentale Granitdenkmal auf dem Prager Platz in Berlin-Wilmersdorf anfangs des dritten Millenniums, auch symbolisieren sollen, parallel in Tschechischer Übersetzung:

Siehe, ich lebe. Woraus? Weder Kindheit noch Zukunft
werden weniger….. Überzähliges Dasein
entspringt mir im Herzen.

Pohled, vždy žiji. Z èeho? Ani dìtství ani budoucna
mi neubývá..... Pøemíra žití
tryská mi ze srdce.
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